Posts filed under 'Tansania Kultur & Freizeit'

Delphine und Sansibar

Rambo-style dolphin watching

Viele unserer Programmteilnehmer auf Sansibar fragen uns nach den touristisch beliebten „Dolphin Tours“, bei denen man bei Kizimkazi im Süden Sansibars Delphine beobachten und auch mit ihnen schwimmen kann. So schön das Erlebnis für die Teilnehmer auch sein mag, so schädlich sind die Touristenmassen für die Delphine.

Das Marineinstitut der Universität Tansania führte schon 2003 eine Studie durch, die die Auswirkungen des Tourismus auf die Delphine in der Menai Bay untersuchte. Dabei wurde damals schon festgestellt, dass an vielen Tagen im Jahr, besonders während der Hauptsaison, die kritische Masse an Besuchern (also die Maximalzahl von Touristen, die noch akzeptabel sind, damit es keine gravierenden negativen Auswirkungen auf die Tiere gibt) überschritten wurde. Sie warnten damals schon davor, dass bei weiter steigenden Touristenzahlen die Delphine massiv gestört werden, so dass es vorhersehbar ist, dass sie Touristenboote meiden, auf Boote aggressiv reagieren und letztendlich die Bucht gänzlich verlassen werden. Seit 2003 ist der Tourismus auf Sansibar unaufhaltsam gewachsen und man kann davon ausgehen, dass die kritische Masse nun fast jeden Tag im Jahr (außer vermutlich während der Regenzeit) überschritten wird.

Neben den hohen Teilnehmerzahlen hat besonders das Verhalten der Anbieter - örtliche Fischer ohne besondere Kenntnisse der Delphine - einen negativen Einfluss:

• Sie benutzen einfache Holzboote mit Außenbord-Benzinmotor. Benzin und Öl wird unsachgemäß auf dem Boot gelagert und in den Motor eingefüllt und gelangt dadurch ins Meer. Die Motoren erzeugen großen Lärm über und unter Wasser
• Wenn die Bootsführer einen Delphin erspähen, verfolgen sie diesen, um möglichst nah ranzukommen. Mehrere Fischerboote kreisen auch einzelne Delphine oder kleine Gruppen von Delphinen ein, was diese in eine besondere Stresssituation versetzt
• Da die Delphine zu den Zeiten, zu denen die Touristenboote üblicherweise auftauchen oft schon gar nicht mehr erscheinen, bieten die Fischer ihre Delphin-Touren nun auch früh morgens direkt nach Sonnenaufgang oder abends an. Das heißt, die Delphine werden den ganzen Tag über gehetzt. „Touristenstress“ von mehr als 70 Minuten am Tag hat einen negativen Einfluss auf das natürliche Jungtieraufzucht,- Ernährungs-, und Entspannungsverhalten der Delphine (Bejder and Dawson, 1998).

Das Ministerium für Fischerei und Marinewirtschaft Sansibar gab darum einen Richtlinienkatalog heraus, um solche schädliche Verhaltensweisen einzudämmen. Da die Einhaltung nicht kontrolliert wird hält sich jedoch kaum ein Fischer daran. Es wurde auch 2005 die gemeinnützige Kizimkazi Dolphin Tourism Operators Association (KIDOTOA) gegründet, die Aufklärungskurse für die Anbieter solcher Touren durchführt. Jedoch gehören dieser Organisation nur wenige Anbieter an.

Damit solche Initiativen zugunsten der Delphine letztendlich funktionieren bedarf es Druck der Touristen. Solange diese mit der Einstellung kommen, sie wollen für ihr Geld Delphine unbedingt aus nächster Nähe sehen wird hier kein Delphin-Tour-Anbieter sein Verhalten verändern. Die Organisation SONAREC (Society for Natural Resources Conservation and Development) ist gerade darum bemüht, dass das Tourismusministerium von Sansibar international Aufklärungsarbeit in dieser Hinsicht betreibt und dass die Maximalzahlen an Besuchern pro Tag strikt reglementiert und kontrolliert werden. Die Touristenmassen können nur durch hohe Gebühren, die die Teilnehmer solcher Touren zu bezahlen haben verkleinert werden, die dann zum Erhalt der Küstenzonen Sansibars eingesetzt werden sollen.

Wir wollen alle unsere Teilnehmer darum bitten, bei den aktuellen Verhältnissen NICHT an den Delphin-Touren in Kizimkazi teilzunehmen. Eine bessere Alternative ist die „Safari Blue“, ein Ganztagesausflug per Segelboot durch die Menai Bay, bei der man wenn man Glück hat Delphine sehen kann, aber nicht um jeden Preis.

Mehr dazu:
http://www.diva-portal.org/su/opus/publication.xml?id=15696
http://gridnairobi.unep.org/chm/EAFDocuments/Tanzania/Dolphin_tourism.pdf


Add comment 1. August 2008

Safari in Tansania

Oft werden wir gefragt, ob es möglich ist, nach dem Praktikum oder der Freiwilligentätigkeit in Tansania noch zu reisen, um z.B. eine Safari in der Serengeti zu machen. Selbstverständlich ist das möglich! Da wir ja im Hauptgeschäft als Reiseveranstalter tätig sind können wir Dich gerne beraten und Dir auch günstige Programmteilnehmer-Konditionen geben. Wir können auch den Kontakt zu weiteren World Unite! Programmteilnehmern herstellen, die sich zur selben Zeit im Land aufhalten, damit ihr eventuell zusammen reisen könnt. Wenn ihr die tansanische Arbeitserlaubnis habt, bekommt ihr übrigens für Inlands- Flug- und Schiffstickets ermäßigte Tarife für Residents; ebenso für viele Veranstaltungen.

Und Tansania zu erkunden lohnt sich wirklich, denn einige von Afrikas Top-Sehenswürdigkeiten sind in Tansania: der Kilimanjaro, der höchste freistehende Berg der Erde, die Serengeti, durch die jedes Jahr 2 Millionen Gnus und Zebras wandern, verfolgt von hungrigen Raubtieren, das “Naturweltwunder” Ngorongoro-Krater und Sansibar, die tropische Gewürzinsel im Indischen Ozean.  Mehr als ein Viertel des gesamten Landes sind Nationalparks und geschützte Gebiete. Und wer mehr Zeit mitbringt kann auch eine Bootssafari auf dem mächtigen Rufiji River machen und dabei Krododile, Flusspferde, Affen und viele Vogelarten beobachten oder auf den bizarren Oldoinyo Lengai steigen, den einzigen aktiven Vulkan auf der Erde mit flüssiger schwarzer Lava, auf dem der Gott der Massai lebt und neben dem gleich der surreale Natronsee liegt, dessen Wasser durch Millionen Mikroorganismen rot gefärbt ist. Tausende Flamingos essen die roten Mikroorganismen und dadurch färbt sich ihr Gefieder erst rosa!

Hier ist etwas, das ihr auf einer Safari in Tansania dann möglicherweise selbst sehen könnt ;-)


Add comment 22. Mai 2008

Chakula Kizuri - Swahili kochen auf Sansibar!

Swahili Kochkurse auf Sansibar

Ab Juli bieten wir für unsere Freiwilligen und Praktikanten, die sich auf Sansibar aufhalten und neben ihrer Tätigkeit noch etwas Freizeit mitbringen auf vielfachen Wunsch ein ganz besonderes Schmankerl: Swahili Kochkurse! Die meisten Ausländer sind überwältigt von der Vielfalt exotischer Frucht-, Fisch- und Gemüsesorten, die es auf der Gewürzinsel auf dem Markt gibt, aber sie wissen nicht, wie sie daraus kulinarische Köstlichkeiten zaubern können. Abhilfe schaffen unsere wöchentlichen Koch-Sessions, die von einer echten sansibarischen Hausfrau geleitet werden. Auch ein Restaurant-Koch schaut gelegentlich vorbei und begleitet die Teilnehmer auf den Markt, wo er unter anderem erklärt, woran man den besten Fisch erkennt.

Die Küche Sansibars spiegelt die reichhaltige Geschichte der Insel wider: Jahrhunderte lang kamen die Seegelschiffe mit dem Monsun und verbanden Sansibar mit Arabien, Persien, Indien und dem afrikanischen Festland. Arabischer Kaffee, indische Curries, Masalas aus Goa und afrikanische Früchte- und Gemüsesorten wie Maniokwurzel, Cashewnuss, Avocado, Guave und Kokosnuss sind heute Alltagsbestandteile der sansibarischen Küche.

Unser Programmkoordinator auf Sansibar wird Euch bei Eurer Ankunft genaueres über die Kochkurse
erklären.


Add comment 1. Mai 2008

Tanz den Tanzania

Bongo Flava heißt die Tanzmusik, die in Tansania in den Clubs gespielt wird. Dabei handelt es sich um HipHop/R’n'B/Dancehall auf Swahili. In den Clubs wie dem “Bawani Hotel Zanzibar” herrscht ein ganz eigene Atmosphäre, auf die viele unserer Freiwillige am Wochenende abfahren. Auf der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) traf Chris von World Unite! Clemens, der den Musik-Blog “Funkydrummer.de” betreibt. Dabei entstand ein Interview über Bongo Flaver und Chris hat sich auch die Mühe gemacht, eine aktuelle Bongo Flava Playlist zusammenzustellen inklusive der Links zu den Videoclips auf Youtube. Hier könnt ihr alles lesen!


Add comment 30. März 2008


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