World Unite! sponsort medizinische Camps auf Pemba

ZOP medizinisches Camp auf Pemba

World Unite! und Zenith Tours waren Sponsoren der vom 11. bis 24. August 2008 von ZOP (Zanzibar Outreach Program) durchgeführten medizinischen Camps aus den Bereichen Hals-Nasen-Ohren und Gynäkologie auf der Insel Pemba.

Personal und einheimische Auszubildende verschiedener medizinischer Einrichtungen Sansibars und Pembas nahmen zuerst an einer 14-tägigen Fortbildung am Mnazi Mmoja-Krankenhaus Sansibar teil und gingen dann an verschiedene Schulen auf Pemba, um dort Gehörtests durchzuführen.

Während der letzten 3 Tage wurde aus Nairobi der HNO-Spezialist Prof. Macharia eingeflogen, der 88 Patienten untersuchte und 12 Operationen durchführte, anhand derer er den Teilnehmern der Fortbildung sein Vorgehen erläuterte.

Im Bereich Gynäkologie wurden 45 Patientinnen untersucht und 4 Operationen durchgeführt.

Dr. Naufal von ZOP dankte World Unite!/Zenith Tours für die Spende, ohne die die Durchführung des Camps nicht möglich gewesen wäre.

Hier sind die Reports der Camps zum Download:
* ZOP August General Report (PDF, 2.2 MB)
* ZOP August ENT Camp Report (PDF, 1 MB)
* ZOP August OBS/GYN Camp Report (PDF, 50 KB)

Add comment 5. September 2008

Trinkgelder für Tansania. Benefizwoche im 7inch und Meyer

Wir hatten schon Teilnehmer, die an ihrer Uni oder in ihrer Stadt über ihren Einsatz als Freiwillige(r)/Praktikant(in) in Tansania einen Vortrag hielten oder über die es Artikel in Magazinen und Zeitungen gab. Dabei nutzen diese das Interesse der Öffentichkeit, um Spenden für „ihr“ Projekt zu sammeln.

Unsere Teilnehmerin Sophie Dunz aus Siegen scheint nun alles Dagewesene in den Schatten zu stellen. Bereits vor ihrer Anreise nach Tansania sammelte sie umfangreiche Informationen und nahm Kontakt zu den Volunteers auf, die vor ihr bei derselben Praktikastelle, der Organisation SWIWSCO in Moshi/Kilimanjaro (Small World Initiative for Women Security and Childrens orphanages) waren und organisierte eine ganze Benefizwoche in den beiden Siegener Clubs „7inch“ und „Meyer“, die vom 15. bis 21. September 2008 stattfindet.

Dabei gibt es 7 Veranstaltungen mit DJs, Live Musik, afrikanischer Küche und einer Kicker-WM. Alle Trinkgelder will Sophie nach Tansania mitnehmen und ihrem Projekt zugute kommen lassen. Auf Projektionen, Postern und Info-Blättern will sie die Besucher informieren und zum Spenden animieren.

Ganz besonders freuen wir uns auf die „World Unite! Reggae Party“ der Studentenmafia im Meyer am Mittwoch, den 17.09.2008. Die Studentenmafia hat bereits zugesagt, dass sie sich mit einer dreistelligen Summe beteiligen wird. Wir danken Sophie und allen anderen Beteiligten und Spendern aus Siegen für ihren Einsatz!!!

Hier steht die Benefizwoche im Veranstaltungskalender der Stadt Giesen:

http://www.siwikultur.de/kulaktue/kul_si.htm

Und hier mehr uber die World Unite! Reggae-Party der Studentenmafia:

http://www.studentenmafia.de/parties.php?pid=193

2 comments 5. September 2008

Salma stellt sich vor

Salma in Moshi

Ich heiße Salma und wohne in der Stadtmitte von Moshi zusammen mit meiner Tochter Shannaiyah, die 7 Jahre alt ist und zur Schule geht. Ich bin Schneiderin und betreibe meine eigene kleine Schneiderei, „Shanisa Tayloring Fashion“. Mein Haus ist ebenerdig rund um einen Innenhof hinter meiner Schneiderei angesiedelt. Ein Zimmer vermiete ich an Freiwillige von World Unite! – nur Mädchen. Es ist sehr geräumig und hat eine eigene Dusche mit warmem Wasser. Die Toiletten sind in einem eigenen kleinen Gebäude im Innenhof, vor dem ich auf dem Foto stehe. Der Innenhof ist aber für niemand anderen zugängig ist als für die Leute, die hier wohnen. Das sind neben mir und Shannaiyah noch eine kleine Familie, die aus Ehemann, Frau und einem Baby besteht. Frühstück und Abendessen sind bei mir inklusive. Bis bald in Moshi!

1 comment 10. August 2008

Delphine und Sansibar

Rambo-style dolphin watching

Viele unserer Programmteilnehmer auf Sansibar fragen uns nach den touristisch beliebten „Dolphin Tours“, bei denen man bei Kizimkazi im Süden Sansibars Delphine beobachten und auch mit ihnen schwimmen kann. So schön das Erlebnis für die Teilnehmer auch sein mag, so schädlich sind die Touristenmassen für die Delphine.

Das Marineinstitut der Universität Tansania führte schon 2003 eine Studie durch, die die Auswirkungen des Tourismus auf die Delphine in der Menai Bay untersuchte. Dabei wurde damals schon festgestellt, dass an vielen Tagen im Jahr, besonders während der Hauptsaison, die kritische Masse an Besuchern (also die Maximalzahl von Touristen, die noch akzeptabel sind, damit es keine gravierenden negativen Auswirkungen auf die Tiere gibt) überschritten wurde. Sie warnten damals schon davor, dass bei weiter steigenden Touristenzahlen die Delphine massiv gestört werden, so dass es vorhersehbar ist, dass sie Touristenboote meiden, auf Boote aggressiv reagieren und letztendlich die Bucht gänzlich verlassen werden. Seit 2003 ist der Tourismus auf Sansibar unaufhaltsam gewachsen und man kann davon ausgehen, dass die kritische Masse nun fast jeden Tag im Jahr (außer vermutlich während der Regenzeit) überschritten wird.

Neben den hohen Teilnehmerzahlen hat besonders das Verhalten der Anbieter – örtliche Fischer ohne besondere Kenntnisse der Delphine – einen negativen Einfluss:

• Sie benutzen einfache Holzboote mit Außenbord-Benzinmotor. Benzin und Öl wird unsachgemäß auf dem Boot gelagert und in den Motor eingefüllt und gelangt dadurch ins Meer. Die Motoren erzeugen großen Lärm über und unter Wasser
• Wenn die Bootsführer einen Delphin erspähen, verfolgen sie diesen, um möglichst nah ranzukommen. Mehrere Fischerboote kreisen auch einzelne Delphine oder kleine Gruppen von Delphinen ein, was diese in eine besondere Stresssituation versetzt
• Da die Delphine zu den Zeiten, zu denen die Touristenboote üblicherweise auftauchen oft schon gar nicht mehr erscheinen, bieten die Fischer ihre Delphin-Touren nun auch früh morgens direkt nach Sonnenaufgang oder abends an. Das heißt, die Delphine werden den ganzen Tag über gehetzt. „Touristenstress“ von mehr als 70 Minuten am Tag hat einen negativen Einfluss auf das natürliche Jungtieraufzucht,- Ernährungs-, und Entspannungsverhalten der Delphine (Bejder and Dawson, 1998).

Das Ministerium für Fischerei und Marinewirtschaft Sansibar gab darum einen Richtlinienkatalog heraus, um solche schädliche Verhaltensweisen einzudämmen. Da die Einhaltung nicht kontrolliert wird hält sich jedoch kaum ein Fischer daran. Es wurde auch 2005 die gemeinnützige Kizimkazi Dolphin Tourism Operators Association (KIDOTOA) gegründet, die Aufklärungskurse für die Anbieter solcher Touren durchführt. Jedoch gehören dieser Organisation nur wenige Anbieter an.

Damit solche Initiativen zugunsten der Delphine letztendlich funktionieren bedarf es Druck der Touristen. Solange diese mit der Einstellung kommen, sie wollen für ihr Geld Delphine unbedingt aus nächster Nähe sehen wird hier kein Delphin-Tour-Anbieter sein Verhalten verändern. Die Organisation SONAREC (Society for Natural Resources Conservation and Development) ist gerade darum bemüht, dass das Tourismusministerium von Sansibar international Aufklärungsarbeit in dieser Hinsicht betreibt und dass die Maximalzahlen an Besuchern pro Tag strikt reglementiert und kontrolliert werden. Die Touristenmassen können nur durch hohe Gebühren, die die Teilnehmer solcher Touren zu bezahlen haben verkleinert werden, die dann zum Erhalt der Küstenzonen Sansibars eingesetzt werden sollen.

Wir wollen alle unsere Teilnehmer darum bitten, bei den aktuellen Verhältnissen NICHT an den Delphin-Touren in Kizimkazi teilzunehmen. Eine bessere Alternative ist die „Safari Blue“, ein Ganztagesausflug per Segelboot durch die Menai Bay, bei der man wenn man Glück hat Delphine sehen kann, aber nicht um jeden Preis.

Mehr dazu:
http://www.diva-portal.org/su/opus/publication.xml?id=15696
http://gridnairobi.unep.org/chm/EAFDocuments/Tanzania/Dolphin_tourism.pdf

Add comment 1. August 2008

Familien stellen sich vor: Very nice!

Hallo, ich bin Mama Verynice. Das ist mein wirklicher Name! Als ich geboren wurde war Tansania englische Kolonie und man gab den Kindern solche Namen. Das war damals modern! Ich bin jetzt 57 Jahre alt und habe 4 Kinder und 3 Enkel. Ich wohne mit meinem Mann Fred und mit einem 8-jährigen Enkel sowie zwei Hausmädchen in Moshi/Kilimanjaro. Wir vermieten Zimmer an ausländische Freiwillige. 

Mein Mann ist Bezirksverwalter und ich engagiere mich bei der gemeinnützigen Organisation KIWAKUKKI (Women against Aids).

Von unserem Haus kann man bequem zu Fuß zum Yesu Anaweza Centre und zur Kilimanjaro Children’s Foundation gehen. Die Freiwilligen können sich hier frei bewegen. Sie können zusammen mit uns essen oder zu anderen Zeiten; wir kochen für sie und waschen die Wäsche.

Add comment 16. Juli 2008

Yasmins Familie stellt sich vor

Hallo, ich bin Yasmin (vorne rechts mit Kopftuch). In unsere Familie nehmen wir Volunteers von World Unite! auf. Wir wohnen in Moshi/Kilimanjaro im Stadtteil „Rau“, nicht weit entfernt vom Msamaria Centre für Straßenkinder. Mein Mann ist Autohändler und importiert Geländefahrzeuge aus Dubai nach Tansania. Auf unserem umzäunten Grundstück gibt es zwei Häuser, in dem anderen Haus wohnt mein Bruder Mohammed mit seiner Frau Nahida (blaues T-Shirt), sie haben ein zweijähriges Kleinkind. Meine Kinder sind Sabrina (19 Jahre) und Fahad (21 Jahre) (auf dem Foto hinten rechts). Sie werden im August für 4 Jahre zum Studieren nach Malaysia gehen. Darum freue ich mich um so mehr auf Freiwillige (wir wollen nur Mädchen in unserem Haus) und ich werde sie behandeln wie meine eigenen Kinder!! Mit unseren bisherigen Volunteers aus Deutschland haben wir sehr viel Spaß. Wir haben schon Ausflüge in der Gegend gemacht wie zu den Marangu-Wasserfällen und wir fuhren auch ein Wochenende in die Hauptstadt Dar.

1 comment 2. Juli 2008

Mobil ins Internet in Tansania

Zwar ist die Stromversorgung in Tansania nicht überall wirklich verlässlich und es mangelnd auch an anderen Versorgungsgrundlagen, aber Freiwillige/Praktikanten, die nicht auf den täglichen Kontakt zur Außenwelt verzichten können werden sich darüber freuen, dass man sich in Tansania nahezu flächendeckend über das Mobilfunknetzwerk ins Internet einwählen kann!

Dazu braucht man ein GPRS-fähiges Mobiltelefon oder einen Laptop mit GPRS-Karte. Die Geschwindigkeit ist nicht berauschend, aber ausreichend zum Emails empfangen und versenden sowie Standard-Webseite zu lesen.  Abgerechnet wird nach Datenvolumen. Die beiden Anbieter sind Celtel und Vodacom. Hier gibt’s mehr darüber:

http://www.tz.celtel.com/en/phone-services/internet-access/index.html
http://www.vodacom.co.tz/docs/docredir.asp?docid=3435

Internetcafés gibt’s übrigens auch in fast jeder Kleinstadt.

Add comment 12. Juni 2008

Website für Msamaria Centre

Das Msamaria Centre für Waisen- und Straßenkinder in Moshi hat jetzt eine eigene Website. Darauf werden detailliert die Projekte dargestellt, bei denen Freiwillige und Praktikanten mitwirken können: http://www.kilimanjaro-streetchildren.com/.

Add comment 8. Juni 2008

Kinderfotos einer Prinzessin

Salme jung mit Eimerhelm Salme als Teenager

Wir wollen Euch diese kuriosen Photos nicht vorenthalten, die wir vom Stadtarchiv von Sansibar gekauft haben. Sie zeigen die junge Prinzessin Salme von Oman und Sansibar wohl so zwischen 1850 und 1860 in recht außergewöhlichen Outfits. Leider konnte uns der Mitarbeiter des Archivs nicht viel über die merkwürdige Kleidung sagen. Vielleicht kann das bald Kristin aus Leipzig machen, Studentin für Afrikanistik und Arabistik und unsere erste Praktikantin im Stadtarchiv von Sansibar. Sie wird dort in den nächsten Monaten an der Dokumentation von Exponaten und der Neugestaltung von Ausstellungsbereichen in den beiden historischen Museen von Sansibar mitarbeiten. Ein kleines bischen wie Indiana Jones.

In Kürze stellen wir die Tätigkeit beim Stadtarchiv auf unserer Website vor, sollten wir Euer Interesse bereits geweckt haben könnt Ihr Euch schon diesbezüglich melden.

Kristin wandte sich einfach an uns, mit der Frage, ob wir so eine Tätigkeit anbieten können. Viele Angebote auf unserer Website sind übrigens genau auf diese Weise auf Anfrage von Interessierten hin entstanden. Wenn ihr also nach einer Tätigkeit sucht, die (noch) nicht von uns in der von Euch gewünschten Form aufgeführt ist – bitte schreibt uns!

Prinzessin Salme ist übrigens auf Sansibar eine schillernde historische Figur. Wegen Schwangerschaft heiratete sie den deutschen Händler Heinrich Ruete und zog mit ihm nach Hamburg. Von nun an hieß sie Emily Ruete. Unglücklicherweise wurde Heinrich kurz darauf von einer Straßenbahn überfahren und Salme bzw. Emily musste in Deutschland Geld verdienen. Sie schrieb das Buch „Memoiren einer arabischen Prinzessin“, das in Deutschland ein richtiger Bestseller wurde und erstmals der westlichen Welt Einblicke in das Leben in einem arabischen Sultanspalast gab.  Mehr über Salme auf Wikipedia

Und wer sich viele alte Fotos von Sansibar anschauen will, dem empfehlen wir diese Website.

Add comment 4. Juni 2008

Safari in Tansania

Oft werden wir gefragt, ob es möglich ist, nach dem Praktikum oder der Freiwilligentätigkeit in Tansania noch zu reisen, um z.B. eine Safari in der Serengeti zu machen. Selbstverständlich ist das möglich! Da wir ja im Hauptgeschäft als Reiseveranstalter tätig sind können wir Dich gerne beraten und Dir auch günstige Programmteilnehmer-Konditionen geben. Wir können auch den Kontakt zu weiteren World Unite! Programmteilnehmern herstellen, die sich zur selben Zeit im Land aufhalten, damit ihr eventuell zusammen reisen könnt. Wenn ihr die tansanische Arbeitserlaubnis habt, bekommt ihr übrigens für Inlands- Flug- und Schiffstickets ermäßigte Tarife für Residents; ebenso für viele Veranstaltungen.

Und Tansania zu erkunden lohnt sich wirklich, denn einige von Afrikas Top-Sehenswürdigkeiten sind in Tansania: der Kilimanjaro, der höchste freistehende Berg der Erde, die Serengeti, durch die jedes Jahr 2 Millionen Gnus und Zebras wandern, verfolgt von hungrigen Raubtieren, das „Naturweltwunder“ Ngorongoro-Krater und Sansibar, die tropische Gewürzinsel im Indischen Ozean.  Mehr als ein Viertel des gesamten Landes sind Nationalparks und geschützte Gebiete. Und wer mehr Zeit mitbringt kann auch eine Bootssafari auf dem mächtigen Rufiji River machen und dabei Krododile, Flusspferde, Affen und viele Vogelarten beobachten oder auf den bizarren Oldoinyo Lengai steigen, den einzigen aktiven Vulkan auf der Erde mit flüssiger schwarzer Lava, auf dem der Gott der Massai lebt und neben dem gleich der surreale Natronsee liegt, dessen Wasser durch Millionen Mikroorganismen rot gefärbt ist. Tausende Flamingos essen die roten Mikroorganismen und dadurch färbt sich ihr Gefieder erst rosa!

Hier ist etwas, das ihr auf einer Safari in Tansania dann möglicherweise selbst sehen könnt ;-)

Add comment 22. Mai 2008

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